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Um den Nachweis und die Wirt-

schaftlichkeit akustischer Fas-

sadenfunktionen für den urba-

nen Raum aufzugreifen, ist eine

systematische Betrachtung der

erste Schritt. Die praktisch rele-

vanten akustischen Kategorien

lassen sich wie folgt zusammen-

fassen:

Schallerzeugung und

Schallabstrahlung

Es mag nicht als erstrangiges

Problem erscheinen, aber den-

noch gehen heute von Fassaden

beträchtliche und vor allem völ-

lig überflüssige Geräusche aus.

Ein Beispiel sind großflächige

Lüftungsöffnungen, meist er-

kennbar an den Wetterschutz-

gittern. Von der verbrauchten

Luft einmal abgesehen, tragen

diese Geräusche zur urbanen

Lärmexposition bei, obwohl sie

sich technisch minimieren oder

sogar vermeiden ließen. Bei-

spiel Nummer zwei sind Son-

nenschutzsysteme, deren Be-

wegungsgeräusche sowohl im

Raum hinter der Fassade als

auch im urbanen Umfeld stören

können. Beispiel drei betrifft die

Windgeräusche von Fassaden-

elementen, ob funktional oder

rein gestalterisch provoziert.

Messungen im Windkanal zei-

gen, dass selbst bei mäßigem bis

frischem Wind die Geräuschpe-

gel 80 bis 90 dB(A) erreichen.

Schallschirmung und

Schallbeugung

Diese beiden Begriffe sind we-

sentlich für die bereits genann-

te abschirmende Wirkung von

Gebäuden im urbanen Umfeld.

Auf den ersten Blick werden sie

von der Art und Oberfläche der

Fassaden nicht beeinflusst, da

vielmehr Topologie und Geo-

metrie die Effekte bestimmen

und sie daher bei der Stadtpla-

nung Bedeutung haben. Auf

den zweiten Blick bieten sich

jedoch Möglichkeiten der ge-

zielten Einflussnahme. Struktu-

rierte Fassaden bis hin zu Bal-

konen und dergleichen können

sich zumindest auf die vertikale

Schallausbreitung positiv aus-

wirken. Darüber hinaus lassen

sich Erfahrungen und Bemü-

hungen mit Lärmschutzwänden

übertragen, bei denen die spezi-

elle Gestaltung der oberen Beu-

gungskante akustisch durchaus

gewinnbringend genutzt wer-

den kann.

Schallreflexion und

Schallstreuung

In einem unlösbaren Gesamt-

zusammenhang mit Schirmung

und Beugung stehen in urba-

nen Gebäudekonstellationen

die Reflexion und Streuung an

den Fassadenoberflächen. Ge-

meinsam tragen sie zur Verstär-

kung undVerteilung des Schalls

bis in den „letzten Winkel“ bei.

Im Gegenzug besteht jedoch

eine große Vielfalt an Elemen-

ten, Strukturen und auch ur-

banem Gestaltungsspielraum,

um den Schall bewusst in we-

niger empfindliche Bereiche zu

lenken, auch wenn er sich da-

mit nicht aufhalten oder schlu-

cken lässt.

Schallabsorption

Die echte Reduzierung von

Schallenergie ermöglicht einzig

die Absorption oder Dissipati-

on von Schallwellen, wenn sie

auf entsprechende Oberflächen

treffen. Materialien, Schich-

ten und Strukturen sowie auch

Öffnungen und Lücken bie-

ten hierfür zahlreiche Möglich-

keiten, ohne eine neue Fassa-

de erfinden zu müssen. Nahe-

zu alle Fassadentypen können

funktional auf- oder umgerüs-

tet werden, um durchaus hohe

Schallabsorptionsgrade zu er-

reichen. Mit maximal 50 mm di-

cken Schichten aus offenporö-

sen Stoffen ist dies machbar. Mit

unterschiedlichen Beschich-

tungen und Abdeckungen ver-

sehen, sind sie eine wirksame

und zumeist auch wirtschaft-

liche Wahl. Auch mit Platten-

werkstoffen aller Art kombiniert

eröffnen sich viele Gestaltungs-

varianten. Darüber hinaus sind

mikroperforierte Flächengebil-

de Alternativen, die ohne porö-

ses Material auskommen und

durch Wabenstrukturen stabili-

siert werden.

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