Previous Page  49 / 60 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 49 / 60 Next Page
Page Background

glas+rahmen

04.17

technik

49

Knott, IT-Leiter bei Glas Schöninger: „Das

A+W Barcode-Tracking hat unsere gesam-

te Fertigungsorganisation auf einen neuen

Performance-Level gehoben. Erst damit sind

wir in der Lage, uns wirklich effizient zu or-

ganisieren, ohne lange Informationswege,

umständliche Anfragen oder gar zeitauf-

wändige Nachproduktionen. Früher muss-

te ein Mitarbeiter oft lange suchen, um eine

Scheibe zu finden, von der er nicht mal si-

cher wissen konnte, ob sie bereits gefertigt

war oder nicht. Heute schaut er im System

nach – fertig.“ Bruch- und Schlechtscheiben

werden unverzüglich nachgefertigt und in

der Regel noch mit demselben Auftrag gelie-

fert. Im Versand erstellt das System auf Basis

der Barcode-Registrierungen exakte Packlis-

ten und verschickt sie auf Wunsch vorab via

E-Mail oder EDI (Elektronischer Datenaus-

tausch / electronic data interchange) an den

Kunden. Damit sind die Packinformationen

unmittelbar im IT-System des Kunden vor-

handen. Der Kunde weiß nun exakt, welche

Scheibe wann auf welchem LKW und wel-

chem Gestell geliefert wird.

Elemente nur einmal erfassen

Entsprechend sind die Abläufe in einer ganz-

heitlichen Bauelemente-Fertigung zu gestal-

ten: Jeder Auftrag für ein Fenster, eine Haus-

tür, einen Raffstore wird nur einmal erfasst –

meist beim Händler. Der Händler ist online

an den Server des Produzenten angebunden

und arbeitet jederzeit mit aktuellen Daten –

heute immer öfter auch über den Webshop

A+W iQuote. Im Stammhaus werden die

Händleraufträge ins A+W Cantor ERP-Sys-

tem übernommen und über alle kaufmänni-

schen Prozesse durch die gesamte Produk-

tionsplanung und -steuerung bis zum Ver-

sand voll automatisch abgewickelt. Im On-

line-Portal können die Händler den Status

ihrer Fenster in Echtzeit verfolgen und ih-

re Montageteams entsprechend verplanen.

Zulieferer-Portfolios einbinden

Im Einkauf wird, zumindest mit größeren

Lieferanten, via EDI/openTRANS (open-

TRANS ist ein offener Standard zur Unter-

stützung von EDI bei Geschäftstransaktio-

nen zwischen Unternehmen) elektronisch

bestellt und kommuniziert. Mit der Integra-

tion der Web-Konfiguratoren von Rollladen-

und Sonnenschutz-Herstellern wie Roden-

berg, Warema, Obuk und Roma in die A+W

Cantor Auftragserfassung steht dem Fens-

terbauer auch direkt das aktuelle Produkt-

portfolio seines Zulieferers zur Verfügung

– wiederum online, mit stets aktuellen Da-

ten und Machbarkeitsprüfungen. Bei Fens-

terbauern, die ihr eigenes Isolierglas ferti-

gen, gibt es bereits heute oft im Glasbereich

keine eigene Erfassung mehr. Künftig wird

dies auch bei externen Lieferanten zuneh-

mend umgesetzt werden.

Die Prozesse in der Isolierglasfertigung

werden vom Ende der Wertschöpfungsket-

te, der Fensterfertigung, „getriggert“. Schei-

ben, die mit A+W Software für intelligent

organisierte Bauelemente-Fertigungen her-

gestellt werden, tragen oft zwei Barcodes:

Den internen des Glaslieferanten, der das

Glas korrekt durch die Isolierglasfertigung

und im Versand auf das richtige Transport-

gestell leitet, und einen zweiten, der die In-

formationen für die Fertigungslogistik des

Fensterbauers enthält. Durch ihn bekommt

die Scheibe eine eindeutige Position im Puf-

fer zuge-wiesen oder wird auf einen anderen

Abstellplatz, etwa im Sonderbau, gebucht.

Eine moderne Fensterbausoftware wie

A+W Cantor erzeugt die Barcodeinformati-

on bereits bei der Glasbestellung und über-

mittelt sie mit dem Auftrag via EDI. Ziel ist

es, künftig auch die technische Isolierglas-

Erfassung so weit wie möglich ins Auftrags-

system des Fensterbauers zu verlagern. Ralf

Kurpjuhn, Produktmanager A+W Cantor:

„Um bestimmte Vorgaben für eine Schei-

be zu kombinieren, bestellt der Fensterbau-

er nicht mehr ein starr definiertes Produkt

bei seinem Lieferanten, sondern er lässt sich

vom A+W Cantor System sagen, welche

Vorprodukte die Anforderungen möglichst

preiswert erfüllen.“

www.a-w.com

Barcode-gesteuert erhält jedes Isolierglas­

element bereits während der Fertigung

eine eindeutige Position im Glaspuffer des

Fensterbauers.

Mit einer Barcode-

lesung holt sich der

Maschinenführer

an einer CNC-Bohr-

maschine die Daten

auf den A+W Pro-

duktionsmonitor.

Programmierauf-

wand hat er nicht.

Die Programmie-

rung erfolgt auto-

matisch.

Bild: A+W

Bild: Urban

Folgende Themen stehen im Fokus:

Artikel 1: Smart bestellen - vom Webshop

direkt in die Produktion

(in G+R 3/2017 und unter www.

glas-rahmen.de/Fachartikel

)

Artikel 2: Prozesse integrieren, profitabel

fertigen - Industrie 4.0 in der

Glasveredlung und Bauelemente-

fertigung

Artikel 3: Mit softwaregesteuerter Logistik

zum Kunden