Previous Page  46 / 60 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 46 / 60 Next Page
Page Background

glas+rahmen

11.17

technik

46

g+r:

Seit 1981 stellt die Firma Heydebreck

Rollläden her. Was unterscheidet heutige Roll-

ladensysteme im Wesentlichen von den Pro-

dukten, die Ihr Unternehmen vor 30 Jahren

produziert hat?

heydebreck:

In der heutigen Zeit werden

weitaus mehr komplette Systeme (z. B. Vor-

bauelemente) produziert als das früher der

Fall war. Der Trend vor 30 Jahren war eher

einzelne Behänge zu fertigen.

g+r:

Wie groß ist der Einfluss normativer

Vorgaben auf die frühere und die aktuelle Ent-

wicklungsarbeit?

heydebreck:

Die Anforderungen sind in

den letzten Jahren stark gestiegen, und auch

wir mussten unsere Produkte und Entwick-

lungen den Normen anpassen. Allerdings

waren es schon immer unser Anspruch, bes-

ser zu sein als es die Normen vorgeben.

g+r:

Ihr Unternehmen ist ein ausgewiese-

ner Spezialist für einbruchhemmende Rolllä-

den. Welche Widerstandsklassen erreichen Sie

mit Ihren Produkten, und mit welchen techni-

schen Features entsprechen Sie den hohen An-

forderungen?

heydebreck:

Wir sind im Element- und

Rollladenbereich nach RC2 und RC3 zerti-

fiziert, darüber hinaus bei Toren nach WK3.

Um die Anforderungen für die Produkte zu

schaffen, verarbeiten wir ausschließlich sehr

hochqualitative Materialien wie gießharz-

gefüllte Stäbe aus Edelstahl, stranggepresste

Hochschiebesicherungen, Stahleinlagen uvm.

g+r:

E

in weiteres, hoch aktuelles Thema ist

der Brandschutz. Auch hier zeigt sich Heyde-

breck sehr innovativ. Was zeichnet Ihre Pro-

dukte besonders aus, und für welche Baupro-

jekte werden sie nachgefragt?

heydebreck:

Unser Fire-Bullit wird größ-

tenteils in öffentlichen Gebäuden (Kranken-

häuser, Altenheimen, Schulen etc.) einge-

setzt um die Fluchtwege im Brandfall zu si-

chern.

g+r:

In den Anfangsjahren produzier-

te Heydebreck ausschließlich Holzrollläden.

Nach Jahrzehnten des Rückgangs steigt nun

die Nachfrage wieder. Was steckt hinter dieser

Renaissance des natürlichen Werkstoffs, und

was zeichnet Ihre aktuellen Produkte in die-

sem Segment aus?

heydebreck:

Nachhaltigkeit, Individuali-

tät, Langlebigkeit und Schönheit.

g+r:

Mit Smart Guard bieten Sie eine Roll-

laden-Fertigsystem für raumhohe Fenster mit

integrierter Absturzsicherung an. Wie funkti-

oniert Ihr System, und welchen Vorteil bietet

es gegenüber den sonst üblichen nachträglich

vorgebauten Konstruktionen?

heydebreck:

Das System funktioniert mit

einer Doppelführungsschiene. In der einen

läuft der Behang (Rollladen, Screen, Jalou-

sie usw.) und in der anderen Schiene befin-

det sich die Absturzsicherung und (falls ge-

wünscht) der Insektenschutz. Der Vorteil für

den Kunden ist, er bekommt ein in sich ge-

schlossenes System aus einer Hand.

g+r:

Das Thema Smart Home ist aktuell

in aller Munde. Die intelligente Steuerung

der Haustechnik schließt auch die Rollläden

mit ein. Wie reagiert Heydebreck auf den

Trend zur Digitalisierung, auch mit Blick auf

den Bereich Building Information Modeling

(BIM)?

heydebreck:

Natürlich verbauen wir die

dazu benötigten Antriebe in unseren Pro-

dukten, überlassen jedoch den Rest den Spe-

zialisten auf dem Gebiet.

g+r:

Künftig wollen Sie Ihr Portfolio durch

eine Produktlinie mit Textilscreens erweitern.

Mit welchen Produkten können Ihre Kunden

rechnen, und wie weit sind Sie mit den Vor-

bereitungen für diese neue Produktkategorie?

heydebreck:

Richtig! Wir werden in der

Anfangszeit mit zwei verschiedenen Kasten-

formen und einem Einputzkasten mit den

bekannten Screens (Serge, Soltis) auf den

Markt kommen. Derzeit arbeiten wir noch

unsere technischen Unterlagen aus, damit

wir den schon fertiggestellten Produktions-

bereich in den nächsten Wochen zum Leben

erwecken können.

Erhöhter Qualitätsanspruch

Die Heydebreck GmbH im bayerischen Forstern stellt seit mehr als drei

Jahrzehnten hochwertige Rollläden her. Im Gespräch mit Glas+Rahmen

erläutert Geschäftsführer Michael Heydebreck, welche Anfor-

derungen an moderne Rollläden gestellt werden, wo die Stärken seines

Unternehmens liegen und wie es sich für die Zukunft rüstet.

„Es war immer schon

unser Anspruch,

besser zu sein

als es die Normen

vorgeben.“

Michael Heydebreck