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Messen & Veranstaltungen

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RTS-Magazin 8/2016

Am 9. Juni begrüßte Stephan

Schmidt, Geschäftsführer des

Fachverbandes Schloss- und

Beschlagindustrie (FVSB) e.V.

die Vertreter von über 40 Mit-

gliedsunternehmen zur diesjäh-

rigen Jahresmitgliederversamm-

lung inVelbert.

Zu Beginn der Versammlung

erwähnte der Geschäftsführer

besonders die Jubilarunterneh-

men aus diesem und dem ver-

gangenen Jahr. Über die Hälfte

der rund 70 Mitglieder des Fach-

verbandes können auf eine über

100-jährige Firmengeschichte

zurückblicken. Aber nicht nur

die Mitgliedsunternehmen ha-

ben einen Grund zu feiern: Der

Fachverband selbst feiert in die-

sem Jahr sein 70. Jubiläum. „Die

Schloss- und Beschlagindus­

trie ist eine sehr traditionsreiche

Branche“, so Stephan Schmidt.

Im weiteren Verlauf berich-

tete die Geschäftsführung über

die Aktivitäten 2015 und über

aktuelle Entwicklungen. Insbe-

sondere wurde auf den schlep-

penden Fortgang bei der Bear-

beitung der Normen auf euro-

päischer Ebene eingegangen.

Es folgte der Bericht der Jah-

resrechnung 2015. Die Mitglie-

derversammlung entlastete den

Vorstand und die Geschäftsfüh-

rung anschließend einstimmig.

Zudem stellte Stephan Schmidt

den Jahresetat für 2016 vor.

FVSB-Geschäftsführer Ste-

phan Schmidt berichtete über

das sehr zufriedenstellende

Jahresmitgliederversammlung ein voller Erfolg

Wachstum im vergangenen Jahr.

Die Schloss- und Beschlagin-

dustrie konnte für 2015 ein Pro-

duktionsvolumen von über 7

Milliarden Euro verzeichnen.Vor

allem der Bereich Bau konnte

einen Zuwachs verzeichnen:

Das Volumen stieg um 3,3 Pro-

zent auf knapp 2,7 Milliarden

Euro.

Auch für das aktuelle Jahr

wird ein Wachstum erwartet.

„Für 2016 sehen die Rahmen-

bedingungen für die Bauindus-

trie positiv aus. Es sind weiter-

hin steigende Baugenehmigun-

gen im Wohnbau sowie stei-

gende Bauinvestitionen auch im

Nichtwohnbau zu erwarten“,

so Stephan Schmidt. Sämtliche

Marktstudien prognostizieren

weiteres Wachstum. So rechnet

der FVSB für das laufende Jahr

mit einem Zuwachs von 2-2,5

Prozent für Schlösser und Be-

schläge in diesem Sektor. Die

Entwicklungen auf den Aus-

landsmärkten werden auch wei-

terhin sehr heterogen sein. Posi-

tive Tendenzen zeigen sich der-

zeit beispielsweise in den USA,

im Vereinigten Königreich, in

Polen und in den Niederlanden.

Der russische Markt hingegen

wird auch weiterhin sehr kri-

tisch gesehen.

Ein weiteres Thema war die

Arbeit der Arbeitsgemeinschaft

der Verbände der europäischen

Schloss- und Beschlagindustrie

(ARGE). Durch die Mitglied-

schaft in der ARGE gestaltet der

FVSB internationale Interes-

sen der Mitgliedsunternehmen

auf europäischer Ebene mit. Mit

ARGE-Generalsekretär Achim

Kieker ist auch dieser im Ver-

bandshaus in Velbert ansässig.

Hans Weissenböck, Vorsitzender

der ARGE, berichtete über die

Herausforderungen und Chan-

cen für eine europäische Bran-

cheninteressensvertretung und

stellte den Anwesenden die Ar-

beit der ARGE vor. Der europä-

ische Verband koordiniert und

vertritt beispielsweise die Inter-

essen der nationalen Mitglieds-

verbände in Hinblick auf euro-

päische Organisationen wie das

Europäische Komitee für Nor-

mung (CEN). Der Vorsitzende

stellte besonders heraus, dass

die ARGE Aufgaben übernimmt,

die für nationale Verbände nur

mit erheblichen Aufwand zu be-

wältigen wären.

Zum Abschluss der Mitglie-

derversammlung erregte Prof.

Dr. Karl-Rudolf Korte von der

Universität

Duisburg-Essen

hohe Aufmerksamkeit mit sei-

nem Vortrag „Labile Mehrhei-

ten: Parteien, Wähler, Demo-

kratie in Bewegung“. Hier ver-

anschaulichte der Politikwissen-

schaftler den Gästen das Wahl-

verhalten der Deutschen.

www.fvsb.de

Geschäftsführer Stephan Schmidt

begrüßte die zahlreichen Gäste zur

Jahresmitgliederversammlung in

Velbert.

Besondere Erwähnung fanden die Jubilarunternehmen.

Hans Weissenböck berichtete über die Herausforderungen und Chancen für

eine europäische Brancheninteressensvertretung.

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte von

der Universität Duisburg-Essen

erhielt hohe Aufmerksamkeit mit

dem Vortrag „Labile Mehrheiten:

Parteien, Wähler, Demokratie in

Bewegung“.

FVSB (4)