Previous Page  7 / 52 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 7 / 52 Next Page
Page Background

Lift

journal 6/2016

7

eher einer Auflösung entgegen. Darüber

hinaus erfährt die Wirtschaft einiger füh-

render Länder einen Rückgang, während

andere, die in Schwierigkeiten steckten,

wie etwa Spanien, derzeit ein signifikan-

tes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts

verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt

von Italien ist nach Jahren der Rezession

fast um 0,1 Prozent gestiegen. Mehr als

andereNationen zahlenwir für denMangel

an ökonomischem Zusammenhalt und an

Industriepolitik.

Es gibt aber durchaus wirkliche Unterneh-

mer in Italien, und gar nicht wenige.

Giovenzana: Aber nicht alle sind bereit für

einen Perspektivwechsel, um der heutigen

Welt entgegenzutreten. Das Unternehmen,

das ich vertrete, hat indes – mal abgesehen

von den Zeiten der Rezession – nie aufge-

hört, mit Innovationen die Gesellschaft zu

bereichern und seinen eigenen Aktions-

radius zu vergrößern. Das zeigt etwa die

Eröffnung diverser internationer Nieder-

lassungen, zuletzt etwa 2015 in Brasilien.

Italienische Unternehmen, die auf dem

internationalen Markt erfolgreich sind,

gibt es einige. Welches ist Ihr Rezept?

Giovenzana: Wir haben die Welt, die uns

umgibt, stets studiert und niemals nur

zugeschaut. Wir möchten uns ständig ver-

bessern und alles tun, damit der Markt für

unsere Produkte wächst. Und wir haben

immer Schutz und Sicherheit für Mitar-

beiter und Gesellschaft im Blick.Wir haben

viel Energie in die Zertifizierung gemäß

internationaler Normen gesteckt. Aber oft

reicht das nicht, wenn man draußen nach

billigeren Lösungen sucht.

Wie kann man das Prinzip der Qualität

vermitteln?

tion. Furthermore, the economy of several leading

countries is in decline, while others that were in

difficulties, such as Spain, are currently chalkingup

significant GDP growth. Following years of reces-

sion, Italy’s GDP has grown by almost 0.1 percent.

More than other countries, we are paying for a

lack of economic cohesion and industrial policy.

But there are real entrepreneurs in Italy, a great

many, in fact.

Giovenzana: But not all of them are ready for a

change of perspective to deal with the world of

today. Meanwhile, the company that I represent

– apart from the recession period – has never

stopped enriching society with innovations and

enlarging its own sphere of action. This is evident

fromthe opening of various international branch-

es, most recently, for example, in Brazil.

There are several Italian companies that operate

successfully on the international market. What

is your recipe?

Giovenzana: We have always studied the world

around us and never just looked on. Our aim is

continuous improvement and doing everything

to ensure that themarket for our products grows.

Andwe have always paid attention to the protec-

tion and safety of our employees and society.

We have invested a lot of energy in certification

according to international standards. But that’s

often not enough if people in the outside world

are looking for cheaper solutions.

How can you convey the principle of quality?

Giovenzana: As always, it depends on the capacity

of the wholesaler to draw attention to a product:

for example, via price, awards, in combinationwith

other products, etc. But since the market has al-

ready set the price, what really counts is customer

care. If you develop a genuine partnership, you

are no longer seen as a supplier, which grants

price discounts on particular products. Rather,

a relationship of trust develops, oriented to the

solution of customer problems.

What role does the size of a dealer play in such a

partnership?

Giovenzana: We cannot allot our distribution to

a great many players. Nevertheless, size alone

does not determine the viability of a partnership.

A small dealer can also turn out to be an ideal

partner in the case of a well thought-out project.

All that counts is good cooperation in the main

points.

So it’s not just a question of size?

Giovenzana: Of course not. If a small wholesaler

comes to us with an idea, we weigh up whether

and how we can adopt it.

Just like when a company asks for a bank loan

to finance a project and submits a business

plan?

Giovenzana: The comparison is completely cor-

rect.We

particularly appreciate projects that in the

medium term can lead to further developments.

www.giovenzana.com

Giovenzana: Wie immer hängt es von der

Fähigkeit des Großhändlers ab, ein Produkt

in den Fokus zu rücken: etwa über den

Preis, über Auszeichnungen, im Konzert

mit weiterer Produkten usw. Da der Preis

aber vom Markt schon festgelegt ist, muss

es vorwiegend um die Kundenbetreu-

ung gehen. Wer eine echte Partnerschaft

aufbaut, wird nicht mehr als Lieferant

gesehen, der Preisnachlässe auf bestimmte

Produkte gewährt. Es wächst vielmehr ein

Vertrauensverhältnis, das auf das Lösen der

Kundenprobleme ausgerichtet ist.

Welche Rolle spielt die Größe des Händlers

für eine solche Partnerschaft?

Giovenzana: Wir können unseren Vertrieb

nicht auf sehr viele Schultern verteilen.

Dennoch definiert die Dimension allein

nicht die Machbarkeit einer Partnerschaft.

Bei einem gut durchdachten Projekt kann

sich auch ein kleiner Händler als ein opti-

maler Partner entpuppen. Man muss nur

in den wesentlichen Punkten gut zusam-

menarbeiten.

Also ist es nicht nur eine Frage der Größe?

Giovenzana: Natürlich nicht. Wenn ein

kleiner Großhändler uns gegenüber eine

Idee äußert, wägen wir ab, ob und wie wir

darauf eingehen können.

Genau so, wie, wenn eine Firma nach

einem Bankkredit fragt, um ein Projekt

zu finanzieren, und einen Businessplan

vorlegt?

Giovenzana: Die Parallele ist ganz richtig.

Wir wertschätzen mit Interesse die Projek-

te, die mittelfristig zuWeiterentwicklungen

führen können.

www.giovenzana.com

Titelstory /

Title story

Verlagssonderveröffentlichung